Deutschnationale Burscheschaften sind Vereinigungen, die rechtsextreme Positionen vertreten und fördern. Sie bilden durch ihre burscheschaftliche Befehlsstruktur und deren Praxen von Unterwerfung einen spezifisch autoritären Männlichkeitstyp aus, das sich aus einem deutschnationalen Männlichkeitsbild ableitet: Aufopferung fürs (deutsche) Vaterland steht an erster Stelle. Eine zentrale Rolle nimmt dabei die Mensur als Militarisierungsritus ein, von der Frauen* und Juden explizit ausgeschlossen sind. Burschenschaften vertreten ein strikt heteronormatives Geschlechtermodell, welches Frauen* auf ihre traditionellen Bereiche verweist und Identitäten außerhalb dieses Schemas verneint.
Hier findet ihr Infos auf raw.at zu Burschenschaften. Veröffentlichungen zu Protesten gegen Burschenschaften und vor allem den WKR-Ball seit ca. 2008 (inkl. Aufrufe, etc.) sind über den Tag # NoWKR zu finden.
15.05.2013
Bericht vom 8. Mai 2013 in Wien
Am 8. Mai 2013 fand dieses Jahr gar keine "Trauerfeier" der rechtsextremen Burschenschafter und anderer völkischen Verbindungen statt: Stattdessen fand am Heldenplatz tagsüber eine Mahnwache des Bundesheeres statt und im Anschluß daran das "Fest der Freude", das vom Mauthausen Komitee Österreich organisiert wurde. Wir versuchen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) zusammenzufassen, was sich am 8. Mai genauer tat.
05/2013
8. Mai: Tag der Zerschlagung des Nationalsozialismus
Seit spätestens 2012 entdeckten auch bürgerliche Initiativen und Parteien Burschenschaften als öffentlichkeitswirksames Thema. Die Abgrenzung von Burschenschaften und der FPÖ kommt gelegen, um sich selber als antifaschistisch darzustellen, gleichzeitig aber die eigene Geschichtsklitterung nicht hinterfragen zu müssen. Die Abgrenzung von den Burschenschaftern ist eine Möglichkeit, sich als das anständige, das bessere Österreich zu inszenieren. Wir wollen den völkischen Ideen der Burschenschafter nicht eine nationalstaatliche Alternative, die sich Österreich nennt, entgegenstellen, wir wollen gar kein Österreich!
08.05.2013
8. Mai: Terminübersicht
Am 8. Mai würden die rechtsextremen Burschenschaften und andere völkisch-deutschnationale Verbindungen des Wiener Korporationsringes (WKR) gerne wieder, wie in den Jahrzehnten zuvor, ihr "Totengedenken", ihr Gedenken an jene, die für "das deutsche Vaterland", also Nazi-Deutschland, ihr "Leben gegeben" haben am Wiener Heldenplatz abhalten. Nach derzeitigem Stand sieht es aber denkbar ungünstig aus. Wir versuchen hier einen Überblick zu geben, was wo wann geplant oder vermutet wird.
01/2013
Alles beim alten
Trotz neuem Namen bleibt der Akademikerball ein rechtsextremes Großevent: Am 1. Februar 2013 findet in den Prunkräumen der Wiener Hofburg ein Großevent der völkisch-deutschnationalen Burschenschaften statt. Was in den Jahrzehnten zuvor jeden letzten Freitag im Jänner unter dem Namen Ball des Wiener Korporationsringes (WKR-Ball) stattfand, wird heuer unter dem Namen Wiener Akademikerball und eine Woche später fortgeführt.
29.01.2013
Den Wiener Akademikerball unmöglich machen!
Am 1. Februar 2013 findet in der Wiener Hofburg erneut ein rechtsextremes Großevent statt: Der Wiener Akademikerball. Angemeldet von der FPÖ Wien soll er unter neuem Namen die Tradition des WKR-Balls fortführen - und somit ein Abend für die rechtsextreme Elite Österreichs und Europas sein.
30.05.2012
Schlagende sind out
Antifaschist_innen und Liebhaber_innen der spanischen Küche wird diese kleine Entdeckung sicher erfreuen: Mitten im 8. Bezirk in Wien - mit einigen Burschenschafter Buden in der Nachbarschaft - ziert folgendes Schild den Eingangsbereich einer kleinen Tapas-Bar: "Für alle Schlagenden: Wir sollen nicht hinein"
Gute Idee! Sollen sie doch ihre Cerveza in ihren miefigen Buden saufen!
27.01.2012
Smash WKR!
Am 27. Jänner - dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz - findet der Ball des Wiener Korporations Ring (WKR) in der Wiener Hofburg statt.
24.01.2012
Burs(c)hi(t) Bingo
Das ultimative Psychohygiene-Tool für blau/braunes quaqua ist da!
24.01.2012
Keine Beförderung von rechtem Gedankengut!
Die Kampagne "Keine Beförderung von rechtem Gedankengut" gibt es auch dieses Jahr wieder! Es gibt einen kurzen Text, der sich an Taxifahrer_innen richtet, denn dieses werden die Burschenschafter und ihre Begleiter_innen zum Ball der Wiener Korporationring (WKR) in die Wiener Hofburg kutschieren.
26.11.2011
Teutonische Befindlichkeiten
Rechtsextreme Burschenschafter verbreiten sexistische und rassistische Aufkleber in unserem Namen - ein paar aufschlussreiche Infos
05/2011
Wer am 8. Mai nicht feiert...
Am 8. Mai 1945 wurde die deutsche Wehrmacht von den Alliierten zerschlagen und kapitulierte bedingungslos. Flugblatt zum Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus.
01.11.2010
Völkisches Kellertreiben
Am Wochenende 19.-21. November findet in Wien ein Kommers des Wiener Korporationsrings (WKR) statt. Von aktuellen und kontinuierlichen Umtrieben völkisch-deutschnationaler Verbindungen.
09/2008
Rechtsextrem? extrem rechts?
Weiterhin keine Distanzierungsgelüste in der FPÖ. Oder: Die kontinuierlichen Naheverhältnisse der extremen Rechten mit Rechtsextremen
11/2004
Rechtsextreme Kontinuitäten
Am 20. November 2004 findet in Wien der "Konrad-Lorenz Kommers" mit einem "Symposion" unter dem Titel "Frankfurter Schule - die 9. Todsünde" statt.
11/2004
Vogerltanz der Braunen
In Biologie-Schulbüchern wird er oft zitiert, in der Öffentlichkeit hoch gelobt, bekannt ist er als Verhaltensforscher und Nobelpreisträger. In dieses Strahlemann-Image passt weniger, dass nun rechtsextreme Burschenschaften einen eigenen Kommers für den Wissenschafter abhalten.
09/2002
Braune Netzwerke in Österreich
Im braunen Sumpf Österreichs brodelt es wieder kräftig: Angespornt durch blau-braune Rülpser vom Unterbau bis zur Spitze der FPÖ mehren sich die Aktivitäten der (Neo-)Naziszene.
11.06.2000
Kein Vergeben! Kein Vergessen!
Am Samstag, dem 18. 6. findet in der Bude der Burschenschaft Olympia deren alljährliches Sommerfest statt. Als besonderer Gast ist Frank Rennicke geladen, Funktionär der neonazistischen Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD).
06/2000
Gegen alle Männerbünde
Am Samstag, dem 17.6. findet in der Bude der Burschenschaft Olympia deren alljährliches Sommerfest statt. Als besonderer Gast ist der Neonazi-Barde Frank Rennicke geladen (der schon im Juni 1993 bei der Olympia auftrat).
12/1997
Gegen alle Männerbünde
In der Nacht vom 8. auf den 9. November 1997 drangen aus der Bude der schlagenden Studentenverbindung Olympia in der Gumpendorferstr. 149 "Sieg Heil"-Rufe und ähnliches.