que[e]r

que[e]r-Programm / März 2010

Alle Veranstaltungen finden in der W23 im Herzen des Stenzellands (Wipplingerstr. 23 / 1010 Wien) statt und beginnen um 20:00, geöffnet ist das que[e]r ab 18:30.

Der Eintritt ist immer kostenlos!!!

Weitere Infos gibts auf der que[e]r-Übersichtsseite

   

Das aktuelle Programm gibt es auch als PDF und als Webkalender!

Mittwoch, 03. März:

TransGender-Rechte -- Ende der Rechtsstaatlichkeit?

Obwohl der Verwaltungsgerichtshof vor nunmehr schon einem Jahr festgestellt hat, dass genitalanpassende Operationen keine Bedingung für die Personenstandsänderung von Transsexuellen sein dürfen, wurde bislang allen nicht-Operierten die Anerkennung ihres gelebten Geschlechts verweigert. Das Innenministerium pfeift -- zuletzt gestützt vom Justizministerium -- auf den Rechtsstaat! Zugleich soll es ein neues Transgender-Gesetz ausarbeiten. Österreichs TG-Gruppen haben sich schon längst auf einen gemeinsamen Vorschlag geeinigt.

Eine Darstellung der Prozessentwicklung von Eva Fels & Jo Schedlbauer (TransX Vorstand)


Mittwoch, 10. März:

Workshop Demosanis/Strassenmedizin

Die Repression mit der wir bei politischen Aktionen und Demos konfrontiert sind geschieht auch durch direkte gewaltsame Angriffe von Seiten der Bullen auf unsere körperliche, gesundheitliche und psychische Integrität. Eine Möglichkeit der diesbezüglichen praktischen Selbsthilfe sind Demosanitäter_innen.

Wir werden an diesem Abend nicht nur einige konkrete aktionsbezogene Erste Hilfe Tipps besprechen und Üben, sondern uns auch der Frage widmen, welche Ideen, Konzepte und Erfahrungen zur selbstorganisierten Straßenmedizin es gibt.

Lernt Erste Hilfe - bildet Demosani-Banden!


Mittwoch 17. März:

Neue Väter braucht das Land?

Am 30. Oktober 2009 rief die Väterrechtsbewegung hierzulande, allen voran die Vereine "Vaterverbot", "Väter ohne Rechte" und die "Österreichische Männerpartei", zum zweiten Mal zu einer Demonstration auf. Die rechtskonservativen Inhalte der frauenfeindlichen Väterbewegung stehen allerdings kaum im Fokus linksradikaler Kritik. Die Frage, ob es den aktuellen Väterrechtlern wirklich so stark um "ihre Kinder" geht, stellt sich bereits bei der genaueren Betrachtung ihrer Forderungen. Diese geben vor, sich um "Väter, die keine Besucher sein wollen" zu handeln, drehen sich aber großteils um die finanzielle Absicherung beziehungsweise Besserstellung des Vaters und das wohl klarerweise auf Kosten derer, die momentan angeblich "zu viel" bekommen würden.

Film, Vortrag und Diskussion


Mittwoch 24. März:

Von Tunten, Twinks und echten Kerlen

Schwule Männlichkeit, schwuler Selbsthass, schwule Politik

Hegemoniale Vorstellungen von einer einzigen gültigen Männlichkeit scheinen, immer wieder aufs Neue reproduziert zu werden. Allerdings ergibt sich beim genaueren Betrachten ein vielseitigeres Ausleben unterschiedlicher Männlichkeiten. Die schwule Subkultur hat sich gesellschaftlich scheinbar festgelegte Vorstellungen von Männlichkeit angeeignet, transformiert und umformuliert und nimmt damit auch Einfluss auf hegemoniale Diskurse.

Reproduziert Männlichkeit automatisch patriarchale Vorstellungen von Männlichkeit? Oder ist schwule Männlichkeit stets subversive Männlichkeit, die mit heteronormativen Vorstellungen von Geschlecht bricht? In diesem Vortrag sollen einige schwule Männlichkeiten in den Blick genommen und analysiert werden. Damit soll eine Verbindung zur Geschichte der schwulen Bewegung (in der BRD) und der heutigen Situation (un)politischer schwuler Subkultur hergestellt werden um somit einen historischen Ein- und einen aktuellen Ausblick zu geben.


Mittwoch 31. März:

Kurzfilmabend: Schwul-lesbisches Leben in Tel Aviv

16 schwul-lesbische Filmemacher_innen berichten die "heißesten Stadt für Lesben und Schwule" - Tel Aviv. Lesbische Filmemacherinnen wurden aufgefordert, sich mit schwulem Leben in Tel Aviv auseinanderzusetzen und andererseits wurden schwule Filmemacher aufgefordert, die lesbische Sexualität und Erotik zu thematisieren. Das Resultat sind 12 Kurzfilme Experimental-, Dokumentar- und inszenierte Filme zu einem breiten Themenspektrum zwischen Party, Politik, Sex und Bedrohung.