
Que(e)r-Programm / Mai 2001
2. Mai:
Shifting
Geschlechtsidentitäten, Binaritäten und Brüche
Dokumentation; Berlin/Hamburg Februar 2001; 28 Minuten
Heterosexuelle Zweigeschlechtlichkeit ist die historisch-aktuell
vorherrschende Existenzweise. Mit einem "Willen
zum Wissen" erfolgt der biologisierende heterosexuelle
Einordnungsdrang in ein 'Geschlecht' als "Mann"
oder "Frau". Dabei stehen die herrschaftsförmig-strukturierten
Geschlechterverhältnisse nicht außerhalb
anderer Herrschaftsverhältnisse.
Der Film porträtiert drei Personen und befragt
sie nach Zweigeschlechtlichkeit, Einordnungszwang,
eigener Verortung und Identität. Dabei versucht
er verschiedene Identitäten/Blickrichtungen und
daraus resultierende Strategien zu zeigen, ohne diese
vereinheitlichen zu wollen.
Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit einigen MacherInnen und einer interviewten Person des Films.
9. Mai:
Zug des Lebens (Train de vie)
Frankreich/Belgien/Rumänien/Holland 1998
Regie und Buch: Radu Mihaileanu
Ein kleines jüdisches schtetl, irgendwo im Osten Europas, 1941. Schlimme Nachrichten: Die deutschen Truppen rücken vor, jüdische Dörfer werden eliminiert, ihre Bewohner getötet oder verschleppt. Um der drohenden Deportation durch die Nazitruppen zuvorzukommen, beschliessen die Dorfbewohner, sich selbst mit einem Zug zu deportieren und so vor den Deutschen nach Palästina zu fliehen. Eine Gruppe steckt sich in deutsche Uniformen, während die anderen die Rolle der Opfer übernehmen...
Der Regisseur Radu Mihaileanu: "Die Tragödie und sein Heilmittel: der Humor. Das ist unsere Kultur. Man lacht nicht "über" ein tragisches Ereignis. Man lacht, um zu überleben."
16. Mai:
Keine Panik!
Die Frage nach dem Leben, dem Universum, nach einfach
allem - er hat sie für uns beantwortet. Er hat
uns gezeigt, wie wir Wunder der Galaxis für weniger
als 30 Atair Dollar zu sehen bekommen. Er hat uns aufgeklärt,
das die Erde nur ein winziger Planet im Universum ist,
der dazu von Mäusen beherrscht wird. Er ist tot.
Anlass für uns einen Douglas Adams - Per Anhalter
durch die Galaxis - Video(beamer)abend zu machen.
Bleibt uns nor noch eins zu sagen: keine Panik
23. Mai:
Utopie leben !
Ausgehend von der genialen Doku "Utopie leben",
die die Geschichten von Frauen und Männern während
der spanischen Revolution erzählt, wollen wir
uns mit anarchistischen Ideen ,Träumen und Zukunftsvorstellungen
auseinandersetzen.
Die im Film zu Wort kommenden Menschen bezeugen sehr
eindrucksvoll, dass Anarchismus alles andere als eine
völlig unrealistische Utopie ist, sondern ganz
im Gegenteil, dass eine freie und solidarische Welt
jenseits von Kapitalismus und autoritärem Sozialismus
durchaus leb- und organisierbar war und ist.
Aufbauend auf den historischen Erfahrungen anarchistischer
Bewegungen , deren Fehlern und Erfolgen, wollen wir
einen ganzen Abend lang einmal so richtig über
unsere eigenen Ideen, Träume und Forderungen streiten
und philosophieren, um vielleicht sogar gemeinsam ein
paar praktische Ansätze zu entwickeln.
Viva la anarquia !!
30. Mai:
"Sagst du ja bleibst du da, sagst du nein, gehstdu heim"
Zur Erstinformation, Auffrischung und zur Erörterung aller offenen Fragen gibt es wieder eine Rechtshilfeveranstaltung. Kundige Personen erzählen uns was zur Thematik und stehen anschliessend für allfällige Fragen zur Verfügung.
