Que(e)r

Que(e)r-Programm / Februar 2002

6. Februar:

Infoveranstaltung zum politischen Aschermittwoch der FPÖ

Jahr für Jahr wieder treffen sich FPÖ-Führer und Unteranen zum politischen Aschermittwoch im oberösterreichischen Ried. Dabei wird gehetzt, was die Bierzeltatmosphäre hergibt. Immer wieder - wie auch dieses Jahr - versuchen antifaschistische AktivistInnen dagegen zu mobilisieren.

Infoveranstaltung mit einem Bericht über den Stand der Gegenmobilisierung, weiters gibt es einen Film ueber die FPÖ-Inszenierung vom letzten Jahr.

13. Februar:

Helmut Qualtinger liest "Die letzten Tage der Menschheit"

Ein Videodokument von zeitloser Aktualität: Helmut Qualtinger liest aus "Die letzten Tage der Menschheit" von Karl Kraus. Kriegsgeist und Österreichertum bitterböse analysiert.

Ein mehr als sehenswerter Klassiker. Pflichtprogramm quasi.

20. Februar:

"Volksgruppenrecht" - Anmerkungen zum Wiederaufstiegeines völkischen Theorems

Ethnische Konflikte stehen gegenwärtig in fast allen Teilen Europas auf der Tagesordnung. Neben dem Ansatz zur Lösung dieser Konflikte durch einen demokratischen Minderheitenschutz wird von völkischer Seite das Konzept des "Volksgruppenrechts" als Gegenentwurf ins Feld geführt. Bei diesem steht nicht der individuelle Schutz vor Diskriminierung im Mittelpunkt, sondern die Separierung der europäischen Nationalstaaten nach völkischen Kriterien. Unter dem Deckmantel des Menschenrechte versuchen so völkische Theoretiker/innen ein Konzept in Europa wieder hoffähig zu machen, das seine Ursprünge in der Weimarer Republik hat und zu den wesentlichen Grundzügen nationalsozialistischer Außenpolitik in der Vorkriegszeit gehörte. Die theoretischen Implikationen des Volksgruppenrechts heraus zu arbeiten und nach den Traditionsbeständen dieses Theorems zu fragen, wird Gegenstand der Veranstaltung mit Samuel Salzborn sein.

Samuel Salzborn, Diplom-Sozialwissenschaftler, Mitarbeiter des Fachinformationsdienstes "Der Rechte Rand" und Autor (u.a.: "Grenzenlose Heimat. Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Vertriebenenverbände." Berlin (Elefanten Press) 2000)

27. Februar:

Kuschelkino: Ronja Räubertochter

Die elfjährige Ronja will die Gefahren des Lebens erkunden. So schickt sie ihr Vater Mattis in den Mattiswald. Dort hausen Graugnome, Dunkeltrolle, Wildtruden und Rumpelwichte - allesamt krude Geschöpfe, die auch einer Räubertochter das Fürchten lehren können. Bald gewinnt Ronja in dem Jungen Birk einen Freund. Nur beider Eltern dürfen von ihren gemeinsamen Abenteuern nichts erfahren. Denn Birks Vater ist der Anführer der Borka-Bande. Und mit der steht Mattis seit eh und je auf Kriegsfuß...